Liebe Interessenten,

wir möchten an dieser Stelle wie immer den Referenten des Jahres 2019 danken, ohne deren Engagement die Fortbildungsreihe nicht möglich gewesen wäre.

Weiterhin gilt auch unser Dank der Lembke Seminare und Beratung GmbH für die hervorragende Unterstützung und nicht zuletzt auch Kerstin Protz, der Mitorganisatorin seitens des Wundzentrum Hamburg e. V. für die exzellente Koordination und Abstimmung.

Viel Spass und interessante, lehrreiche und diskussionsfreudige Stunden im kommenden Jahr 2020!

01 Detektivarbeit in der Wundbehandlung – Sherlock Wounds

Die tägliche Arbeit mit Patienten mit chronischen Wunden ist häufig geprägt von vielfältigen Unklarheiten und Polypragmasie. Um nur einige wenige zu nennen:

  • die Ursache der Wunde ist nicht oder nicht endgültig geklärt
  • eine Wundanamnese fehlt
  • ein Ziel zur Wundabheilung ist nicht definiert
  • ein phasengerechter Wundverband fehlt
  • die Wunde wird falsch eingeschätzt
  • was der Vorbehandler gemacht hat, wird unkommentiert fortgesetzt

Jeder an der Versorgung beteiligte Kollege muss sich daher zu Beginn einer Wundtherapie zunächst selbst ein Bild über die Wunde aber auch vom Patienten machen. Im Verlauf einer Behandlung treten immer mal wieder Komplikationen auf. Es gilt diese zeitnah zu erkennen und sachgerecht darauf zu reagieren. Dieser Workshop geht auf Spurensuche, zeigt Fehler auf und hilft, diese zukünftig zu vermeiden.

Inhalte:

  • Allgemeine Informationen zu Anamnese, Diagnostik und Therapie
  • Zeitgemäße Versorgungsmöglichkeiten
  • Fallbeispiele
  • Analyse der besprochenen Fälle im Plenum
Referent: Bernd von Hallern
Räumlichkeiten: Lembke Seminare
Kursdauer: 16.00-19.00 Uhr
Kursgröße: bis zu 25 Teilnehmer
Termin: 19.03.2020

02 Im Kampf gegen den unsichtbaren Gegner: Hygieneaspekte in der Wundversorgung und Umgang mit multiresistenten Erregern (MRE)

Was muss, und was kann wie umgesetzt werden? Wir reflektieren die tägliche Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden im ambulanten und stationären Bereich unter Berücksichtigung der rechtlichen Hygienevorgaben und widmen uns dann insbesondere dem Umgang mit den MRE.

Inhalte:

  • Mit wem haben wir es zu tun? Übersicht und Vorstellung der Erreger und ihren Übertragungswegen
  • Wie erkenne ich Risikopatienten? Assessment und mögliche Versorgungsstrategien
  • Wie saniere ich richtig und bei wem und wie oft? Sanierungsmöglichkeiten und Grenzen
  • Warum muss ich mich an Vorgaben halten? Aussagen und Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sowie weitere rechtliche Vorgaben
  • Wie vermeide ich die Übertragung? Persönliche Hygiene, Schutzkleidung, Schulung und Beratung von Mitarbeitern, Patienten und Angehörigen
  • Was kostet das alles? Übersicht von Kosten zur Sanierung
Referent: Britta Steenfatt
Räumlichkeiten: Lembke Seminare
Kursdauer: 16.00-19:00 Uhr
Kursgröße: bis zu 25 Teilnehmer
Termin: 15.04.2020

03 Herausforderung – Diabetisches Fußsyndrom (DFS)

Menschen mit Diabetes mellitus sind der ständigen Gefahr ausgesetzt, schlecht heilende Wunden an den Füßen zu entwickeln. Das Resultat sind dann chronische Wunden, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen, denn das Risiko einer Minor- oder sogar Majoramputation ist hoch.

Die Versorgung von Menschen mit DFS gehört zu den anspruchsvollsten in der Wundbehandlung. Was gilt es also zu beachten? Wie können wir präventiv tätig werden, und was macht eine gute Wundversorgung bei diesem Krankheitsbild aus?

Inhalte:

  • Ursachen für die Entstehung eines DFS
  • Welche Ziele, Wünsche, Bedürfnisse und Probleme hat der Patient?
  • Fallbeispiele mit Verläufen
  • Einblicke in die Druckentlastung mit Filz, inkl. Anfertigen einzelner Filzkulissen
Referent: Daniela Karbe
Räumlichkeiten: Lembke Seminare
Kursdauer: 16.00-19.00 Uhr
Kursgröße: bis zu 25 Teilnehmer
Termin: 18.06.2020

04 Der Wunddschungel – „Von A wie arteriell bis Z wie ziemlich herausfordernd“

In Deutschland gibt es ca. 890.000 Menschen, die eine chronische Wunde haben. Die Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden stellt den Versorger vor große Herausforderungen. Oftmals führt die mangelnde oder zum Teil nicht adäquate durchgeführte Diagnostik zu einer langen Odyssee der Patienten. In dieser Fortbildung sollen den verschiedenen Ursachen von chronischen Wunden auf den Grund gegangen und die wichtigsten Unterschiede verdeutlicht werden. Das Ziel ist es, einen Ablaufplan für diagnostische Maßnahmen zu erstellen, um eine korrekte Diagnosestellung zu vereinfachen und somit die  Kausaltherapie bei chronischen Wunden besser umzusetzen.

Inhalte:

  • Von den klassischen Wundursachen bis hin zu den Wundexoten
  • Erlernen diagnostischer Maßnahmen anhand von Fallbeispielen zur Differenzierung zwischen den Wundarten
  • Ablaufplan diagnostischer Maßnahmen
Referentin: Myriam Seifert und John Schäfer
Räumlichkeiten: Lembke Seminare
Kursdauer: 16.00-19.00 Uhr
Kursgröße: bis zu 25 Teilnehmer
Termin: 16.09.2020